Coaching Ausbildung: Grundlagen, Ziele, Nutzen und wissenschaftliche Orientierung

Der Kerngedanke der Coaching Ausbildung ist im Zitat des Buchtitels von Gerald Hüther auf den Punkt gebracht:

„Was wir sind und was wir sein könnten“

In unseren beruflichen Rollen und in unseren privaten Beziehungen stoßen wir immer wieder an Grenzen. Es sind die „Umstände“ oder die „Anderen“, die die Erreichbarkeit unserer Ziele erschweren. In der Ausbildung zum Coach gehen wir einen alternativen Weg, den Jens Corssen mit dem Weg zu Selbstsicherheit, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit, Selbstverantwortung und Selbstüberwindung beschreibt. Den Mut, uns aus der Komfortzone zu wagen, machen uns die aktuellen Ergebnisse der wissenschaftlichen Hirnforschung, die belegen, dass wir nur ein Bruchteil unserer geistigen, emotionalen, intuitiven und seelischen Potenziale (er)leben. Doch was nutzen uns unsere fachlichen Expertisen, wenn wir es versäumen, den Fokus auf das Entwicklungspotential unserer individuellen Persönlichkeit zu richten.

Spätestens in der Berufsrolle (z. B. als Führungskraft) spüren wir, dass wir Herausforderungen – aufgrund einer allein an rationalen und an den „Fakten“ orientierten Betrachtungsweise – oftmals nicht meistern können. Die Wissenschaft gibt Antworten auf die Frage nach den Möglichkeiten der Entwicklung unserer geistigen, emotionalen, intuitiven und damit seelischen Potentiale, die uns u. a. zu überzeugenden Führungskräften und interessanten (Gesprächs-) Partnern machen. In der Ausbildung zum Coach orientieren wir uns an wissenschaftlichen Theorien, die im universitären Kontext entstanden sind, und den Unterschied ausmachen, in einem unübersichtlichen und von diversen Angeboten überschwemmten Markt.

A. Systemisches Coaching und Prozessberatung (Luhmann, Willke u. a.)

B. Systemische- Team- und Organisationsentwicklung (Varga von Kibed u. a.)

C. Empirische Hirnforschung (Eagleman, Hüther, Keysers u. a.)

D. Das U-Modell als Verlaufsmodell für das Coaching (MIT/Scharmer u. a.)

E. Selbst- Bewusstheit, - Reflexivität, - Wirksamkeit als Coach (Corssen u. a.)

In der Praxis des Coachings orientieren wir uns am Verlaufsmodell von Veränderungen, wie es vom MIT in Boston in der Wissenschaftlergruppe um Scharmer/Senge u. a. erforscht und empirisch validiert wurde. Den sieben Schritten zur Veränderung im U-Modell entspricht unsere modular aufgebaute Ausbildung.

Unsere Methodik orientiert sich an hermeneutischen Verfahren und an system- und kommunikationstheoretischen Prämissen, die die Grundlage für unsere Coaching-„Werkzeuge“, d. h. Tools, bilden. Die praktische Anwendung in Live-Coachings (mit Klientinnen und Kunden, die nicht Teilnehmer/-innen der Ausbildung sind) bietet einen speziellen und nachhaltigen Lerneffekt und sollte ausschließlich von Lehrcoaches praktiziert werden, die über eine langjährige Erfahrung – nicht nur im Ausbildungsfeld, sondern im Einzel- und Team-Coaching im Business Kontext – verfügen.

Im Ergebnis vermitteln wir den Anspruch einer wissensbasierten Haltung, die die Entwicklung der Coach-Persönlichkeit als ersten Schritt zur Professionalität im Business Coaching versteht.